Montag, 24. März 2008
Die Gruppe von Huaraz (Stefan, Sebastien, Paulina, Linde, Kathrin & Yo
Die Gruppe von Huaraz (Stefan, Sebastien, Paulina, Linde, Kathrin & Yo
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12000 Quadratkilometer Salz & Wueste
Dienstag, 18. Maerz
Nach einem Fruehstueck wollen wir auschecken, doch die Reception behauptet, wir haetten zwei Naechte im Hostal verbracht. Wir streiten mit ihnen, bis die alte Schnaepfe zu Flo sagt, er werde dann im Himmel dafuer bezahlen und wir einfach abhauen. Was fuer beschissene Pfeifen, diese Hostal-Receptionisten.
Wir begeben uns zur Agentur, wo wir die grossen Rucksaecke deponieren. Dann setzen wir uns in den Jeep. Mit von der Partie: Vier Irinnen, ein belgisches Paerchen und eine deutsche Punkerin. Die Mitreisenden erweisen sich als sehr sympathis. Vor der Fahrt decken wir uns noch mit Rotwein und Flor de Caña ein, dann geht´s los.
Der erste Stopp: Mitten in der weissen Wueste, um einige Fotos zu schiessen. Dann geht´s weiter zum Hotel, in dem alles aus Salz gebaut ist: Waende aus Salzbacksteinen, die Betten aus gepresstem Salz (die Matratzen sind natuerlich nicht aus Salz).
Den besten Eindruck von der Eindruecklichkeit der Salzwueste erhaelt man via Bildern, nicht via Text. Wie auch immer: Z Mittag gibt´s auf einer Insel mitten in der Salzwueste. Dann geht´s weiter in Richtung Nationalpark. Nach einer laengeren Fahrt quartieren wir uns in einem Doerfchen am Wuestenrand ein, wo wir ein kleines Museum und einen Friedhof besichtigen, auf dem Praeinkakulturen ihre hochrangigen Toten in Korallenhoehlen begruben, die aus der Zeit stammen, als die Wueste noch Meer war (irgendwie unglaublich auf 4000 Meter..., mal einen Geologen fragen)
Abends dinieren wir im Aufenthaltsraum der Herberge und trinken Wein aus Zinnbechern. Ab zehn Uhr gibt´s keine Elektrizitaet mehr. Dann gehen wir halt ins Bett.
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Was isch fuer Zyt?
Montag, 17. Maerz
Wir kommen gegen fuenf Uhr morgens in Uyuni an, aber niemand sagt die Haltestelle an, und so bleiben saemtliche Touristen, die Mehrheit der Passagiere, eine Stunde lang sitzen. Irgendwann kommt jemand zum Bus zurueck und ich frage ihn, wo wir sind. Bald darauf steigen alle aus. Mit Flo, Stephanie und der Israelin Amit machen wir uns auf die Suche nach einem Hostal. Ich erinnere mich, das Marloes aus dem Loki mir ein Hostal namens "Tajama" oder so was empfohlen hat. Schliesslich kehren wir im besagten Hostal "Sajama" ein. Amit nimmt ein Doppelzimmer, da ein Freund von ihr heute abend eintreffen wird. Flo, Steffi und ich nehmen ein Tripple - fuer nicht mal vier Franken pro Person (ca. 20 Bolivianos).
Anschliessend gehen wir zu viert fruehstuecken. Wie die meisten jungen Israelis in Suedamerika hat Amit soeben ihren Militaerdienst absolviert. Wir plaudern ueber die Unterschiede zwischen unseren Laendern und die GSOA.
Nach dem Fruehstueck pilgern Flo, Steffi und ich zum Eisenbahnfriedhof von Uyuni, waehrend Amit sich ins Internetcafe verdrueckt. Nachdem wir zuerst in die falsche Richtung marschiert sind, treffen wir nach einer halben Stunde bei dem Ort ein, an dem mehrere Dampflokomotiven und zahlreiche Eisenbahnwaggons vor sich hin rosten.
Lustigerweise haelt die bolivianische Armee gerade eine Uebung neben dem Eisenbahnfriedhof ab. Wir werden aber nicht weggeschickt und fragen einen Unteroffizier, wo wir passieren duerfen. Er zeigt auf den Graben, in dem zwei Soldaten robben. Wir nicken und warten, bis die zwei durchgerobbt sind. Der Unteroffizier schreit "zwoelf Uhr!", und die Soldaten robben in die besagte Richtung. Als ihr Chef "drei Uhr!" schreit, halten sie inne und fragen, in welche Richtung drei Uhr sei.
Nachdem weiter hinten irgendwo eine Granate explodiert ist, laufen wir durch die markierte Bahn, in der die beiden Soldaten vorbeigerobbt sind.
Die Eisenbahnwagen sind schon ziemlich verkommen, denn sie stehen hier seit 1958. Einst haben Europaer und US-Amis die Linie gebaut, um Edelmetalle zu transportieren.
Heute nutzt die Uyunier Gang "Bad Boys" die Wagen, um ihr Revier zu markieren, waehrend andere hier per Schrift ihre Liebste gehuldigt haben.
Nach dem Marsch setzen wir uns im Dorfzentrum auf die Terrasse einer Beiz, trinken ein Bierchen und essen eine Pizza, waehrend wir - wie es sich fuer eine Gruppe Schweizer gehoert - einen Jass bzw. Molotow klopfen.
Anschliessend legen wir uns hin, um uns von der naechtlichen Busfahrt zu erhohlen.
Waehrend ich danach ins Internetcafe gehe, erkundigen sich Flo und Steffi bei einem Via-Via-Bekannten Besitzer einer Beiz ueber die Tours in die Wueste. Bis anhin planen wir eine eintaegige Tour.
Im Internetcafe lerne ich die Zuercherinnen Martina und Zora kennen. Sie empfehlen mir einige Adressen in Argentinien, bis ich mich dann auf die Suche nach Flo und Steffi mache. Im Hostal finde ich sie wieder. Der franzoesische Restaurantbesitzer hat empfohlen, eine Dreitaegige Tour zu machen. Eine Eintaegige sei, "wie wenn du Paris besuchst und dir nur die Arc de Triomphe ansiehst". Ein ueberzeugendes Argument - wir buchen fuer 75 Dollar (Essen und Trinken inklusive!) eine dreitaegige Salar-Tour bei der vom Franzosen empfohlenen Agentur. Zum Z Nacht kehren wir natuerlich in seinem Restaurant ein, wo wir ein herrliches Lama-Steak verspeisen. Nach einem leckeren Z Nacht und mehreren Partien "Bieter" kehren wir ins Hostal zurueck. Morgen um 10.30 Uhr geht´s los.
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E Basler, e Giu u es Modi
Sonntag, 16. Maerz
Nach einem guten Fruehstueck beginne ich mit den Vorbereitungen fuer die Weiterreise. Ich habe mittlerweile viel Uebung darin, meinen grossen Rucksack einzupacken.
Ich wuerde auch gerne meine Fotos auf eine CD pressen lassen, da mein Apparat voll ist und ich in der Salzwueste von Uyuni doch einige Bilder schiessen moechte. Am Sonntag ist dies in der Umgebung des Hostals aber unmoeglich, aber Marloes, eine Hollaenderin, die ich im Loki kennengelernt habe, versichert mir, dass das in Uyuni problemlos machbar ist.
Zusammen mit zwei Australierinnen, die ich schon in Cusco kennengelernt hatte, fahre ich zum Busbahnhof. Entweder sie waren zu lange im Ausgang, oder sie sind immer anstrengend. Jedenfalls habe ich schon bald genug von deren Gezicke. Im Bus trennen sich unsere Wege zum Glueck.
Waehrend einer Pause an einer Raststaette hoere ich eine maennliche und eine weibliche Stimme, die in vertrautem Baernduetsch zusammen reden. Ich mische mich in das Gespraech - und habe mit Flo und Stephanie schon Gspoenli fuer die kommenden Tage gefunden.
Dann geht die Fahrt ueber die holprige Strasse weiter.
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Halber Tag nach ganzer Nacht
Samstag, 15. Maerz
Gegen drei Uhr stehe ich auf und fruehstuecke. Das war wieder mal Ausgang fuer die naechsten Wochen. Immerhin halten sich die Konsequenzen der langen Nacht in Grenzen, und so fahre ich nach dem Fruehstueck bzw. dem Brunch zum Busbahnhof, denn morgen will ich La Paz in Richtung Uyuni verlassen, um die sagenumwobene Salzwueste zu besuchen. Leider hat der Bus der gehobeneren Klasse keinen Platz mehr, und so muss ich mich mit dem bolivianischen Durchschnittsbus begnuegen.
Danach lasse ich mich zu einem Supermarkt chauffieren, um Gatorade einzukaufen. Nach einer solchen Nacht, aber auch vor- und nach Busfahrten sind hydrierende Getraenke vorteilhaft, denn im Bus hat es keine Toilette, und somit versorge ich mich lieber vor- und nach als waehrend der Busfahrt mit groesseren Mengen an Fluessigkeit. Ich habe aus der Dehydration der Busfahrt Huaraz-Lima gelernt...
Im Hostal zurueck schaue ich mir mit Harry und dem wiederauferstandenen Rich, meinen Zimmergenossen, sowie weiteren mueden Hostalianern den interessanten Film "Little England" an. Andere Hostal-Bewohner versuchen erneut, mich zum Ausgang zu bewegen, aber nach dieser Nacht sind saemtliche Bemuehungen dieser Art zum Scheitern verurteilt. Ich gehe ziemlich frueh ins Bett.
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Der Tag der langen Nacht
Freitag, 14. Maerz
Die heutige Hauptaktivitaet besteht aus einem Besuch im Coca-Museum. Das ist ganz interessant, wenn auch nicht weltbewegend. Ansonsten goenne ich mir einen Happen im Fast-Fooder Burger King (hat doch Ralfs Lehrer einst gesagt, in Drittweltlaendern koenne man sich vor allem in den grossen Burger-Laeden sorglos verpflegen) und kehre zum Hostal zurueck. Ich spare meine Kraefte, denn der heutige Tag findet vor allem nachts statt.
Nach dem Hostal-Z Nacht fliesst das Bier in rauhen Mengen. Gegen ein Uhr geht´s dann mit einer grossen Gruppe Mit-Hostalianer per Taxi in den Club namens "Orange". Hier tanzen wir einige Stunden, bis wir mit einer kleineren Gruppe in die "Vivian"-Bar weiterziehen. Die Nacht wird laenger...und laenger...und laenger...
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Friedlich
Donnerstag, 13. Maerz
Nach dem Fruehstueck in der Hotelbar plaudere ich mit Harry, meinem Zimmergenossen. Sein Freund Rich liegt mit einer Lebensmittelvergiftung im oberen Stock des Kajuetenbetts. Die anderen zwei Zimmergenossen haben uns heute morgen mit einem riesigen Laermpegel verlassen. Unter anderem ging ihr Wecker mehrmals ab, waehrend sie sich nicht im Zimmer befanden. Ich war nahe daran, diesen Wecker fruehzeitig in die ewigen Weck-Gruende zu schicken, aber es war mir doch zu gemuetlich im Bett.
Ausgeschlafen mache ich mich auf den Weg zum Schwarzen Markt, um ihn nach Fuesballlyybli abzuklappern. Ich werde fuendig und poste mir das gruene Shirt der bolivianischen Nationalmannschaft. Sammlung der bereisten Laender ist komplett, denn Argentinien habe bereits zu Hause im Kasten (bzw. zur Zeit im Keller).
Danach kehre ich zum Hostel zurueck, esse einen Happen und geselle mich bald darauf zu den Trinkfreudigen von gestern. Nach dem Spiel mit dem Koenigsbecher (der gewissen localz und babez von einem Ausflug an den Murtensee bestens bekannt ist) schreiten wir in guter Stimmung zum Hostal-Z Nacht. Die anderen versuchen vergeblich, mich zum Ausgehen zu bewegen. Tja, ich bin auch keine zwanzig mehr...
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In Richtung Frieden
Mittwoch, 12. Maerz
Nach einem guten Fruehstueck im Hotel-Restaurant luepfe ich meinen mittlerweile tonnenschweren grossen Rucksack (was ist da nur alles drin? Ausser ein paar Fussballlyybli habe ich eigentlich kaum was gekauft, trotzdem ist das Teil zum bersten voll), schnappe mir die Gitarre sowie den kleinen Rucksack und begebe mich in Richtung Dorfzentrum. Dort besorge ich mir noch Wasser und Snickers (meine uebliche Unterwegs-Verpflegung) und setze mich ins Internetcafe, um die Adresse des Loki-Hostals in La Paz ausfindig zu machen. Das dauert nur einen Augenblick, dann begebe ich mich zum Platz, wo die Busse eintreffen und wegfahren. Wie ich spaeter erfahre spielt sich hier bei der Kirche an Wochenendtagen jeweils ein Spektakel ab: Ein Pfaffe segnet hier im Namen Gottes Fahrzeuge wie Autobusse. Irgendwie halb so schlimm, dass ich das verpasst habe.
Im Bus befinden sich mehrere andere Touristen, doch waehrend der Fahrt kapsle ich mich mit meinem i-pod (merci Localz & Babez, aer isch Gold waert uff daere Reis!!!!!) ab. Es bleibt bei einem Wortwechsel mit einem jungen La Pazer, der in Copacabana als Guide arbeitet. Er erklaert mir freundlicherweise auch im Vorneherein, dass wir unterwegs auf eine Faehre umsteigen muessen. Tatsaechlich: Nach einer Stunde steigen wir auf eine Boot um, dass uns aufs gegenueberliegende, etwa 500 Meter entfernte Ufer bringt. Waehrend der Ueberfahrt faengt es an zu regnen.
Am anderen Ufer angekommen suche ich mir eine Toilette. Da nicht mal das Restaurant eine hat, seiche ich irgendwo an eine Wand - so wie es ueblich ist in Bolivien, Ecuador und Peru. Der Regen wird´s schon richten.
Die Fahrt geht weiter. Nach etwa zweeinhalb Stunden fahren wir durch El Alto ("Die Hoehe"), ein aermerer Teil des Grossgebietes La Paz. Herrlich die Aussicht ueber den Kessel von La Paz, wo die reicheren Leute in den tieferen Regionen leben, da es hier mehr Sauerstoff zum Atmen gibt. Umgekehrte Welt beispielsweise gegenueber Binningen oder Arlesheim also.
In La Paz wartet zum Schutze der Touris sogar die Polizei bei der Bushaltestelle. Gemaess Lonely Planet soll man in La Paz vorsichtig sein bei der Wahl des Taxis, es seien schon einige Touris anstatt ins Hostal in die Haende von Banden gefahren worden.
Das wartende Taxi sei sicher, versichert mir die Polizei. Also steige ich ein und lasse mich zum Loki-Hostal fahren. Es befindet sich in den Raeumlichkeiten des ehemaligen Hotels "Vienna" und sieht aus wie Keith Richards: Verlebt, mit Spuren des Zahns der Zeit, aber noch immer interessant und populaer bei Hinz und Kunz.
Nach der Ankuft gegen drei Uhr setze ich mich in ein Internetcafe, verdruecke einen Happen und setze mich spaeter in die Hostal-Bar, wo ich eine Gruppe munterer Trinkfreudiger aus England, Schweden und Schottland kennenlerne. Fuer´s in der Hostalkueche zubereitete Z Nacht habe ich mich fruehzeitig eingetragen. So trinke ich mit der lebhaften Truppe einige Bierchen, bis wir zum Z Nacht schreiten. Waehrend sich ein grosser Teil der Anwesenden spaeter ins Nachtleben stuerzt, gehe ich eher frueh ins Bett.
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Sonntag, 16. März 2008
Ah, jetzt ja, eine Insel
Dienstag, 11. Maerz
Puenktlich um 09.15 verlaesst das 8.30 Uhr-Boot den Strand von Copacabana in Richtung Isla del Sol. Ich habe mein Geld fuer die gefuehrte Tour zurueckerhalten, nachdem der Guide sich krank gemeldet hat. Nach einer zweistuendigen Fahrt treffen wir auf der Insel ein. Erfreulicherweise macht es nichts aus, dass mein Guide krank geworden ist, denn nun steht hier offenbar kostenlos ein lokaler Guide der Insel zur Verfuegung. Nach einem kurzen Besuch in einem kleinen Museum marschiere ich los in Richtung Ruinen. Auf diesem Nordteil der Insel befindet sich ein heiliger Felsen, auf dem der Sonnengott laut Inka-Mythologie den Inka Manco Kapac und seine Frau abgesetzt hat. Diesen heiligen Ort erreiche ich nach einem soliden Dreiviertelstunden-Marsch. Der Guide trifft etwas spaeter ein und erklaert, nahe der Inselkueste befinde sich eine im Wasser versunkene Stadt einer Prae-Inka-Kultur. Leider haben die Touristenbueros in Copacabana die verlorene Stadt noch nicht als Touri-Magnet entdeckt, obwohl man die Daecher der Stadt bei gutem Wetter von der Wasseroberflaeche aus betrachten kann.
Unterwegs treffe ich auch die beiden Franzoesinnen von gestern Abend wieder und gehe mit ihnen zum Boot zurueck, dass uns innerhalb einer Stunde zum Suedteil der Kueste faehrt. Hier bleibt allerdings wenig Zeit, in einer Stunde ist bereits Weiterfahrt. Wir lehnen auf der Terrasse einer Beiz zurueck, trinken einen Coca-Tee und essen ein Sandwich.
Zurueck in Copacabana setze ich mich ins Internetcafe und schlendere ein wenig durch das Dorf. Abends speise ich im Hotel-Restaurant, anschliessend gucke ich mit zwei Englaenderinnen einen Film. Nicht allzu spaet gehe ich ins Bett. Morgen geht's weiter nach La Paz.
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Freitag, 14. März 2008
An der Copacabana
Montag, 10. Maerz
Ein gemuetlicher Tag in Copacabana: Ich wechsle das Hotel und nehme ein Zimmer im laut Lonely Planet besten Hotel Boliviens, fuer 16 Dollar die Nacht. Dort nehme ich ein herrliches Fruehstueck ein. Anschliessend geht's ins Dorf, um fuer morgen eine Tour auf die Isla del Sol zu buchen. Den weiteren Nachmittag schlendere ich im Dorf herum, gehe ins Internetcafe und sehe mir im gemuetlichen Hotel-Wohnzimmer einen Film an. Abends diniere ich im hoteleigenen Restaurant. Als zwei Franzoesinnen keinen Platz finden, lade ich sie an meinen Tisch ein, und so versuche ich diesen Abend wieder einmal, Franzoesisch zu sprechen. Trotz der oftmaligen Verwechslungen mit Spanisch-Woertern geht das ganz gut. Nicht allzu spaet geht's ins Bett, da es morgen schon um 8.30 Uhr losgeht.
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Donnerstag, 13. März 2008
Hola Bolivia
Sonntag, 9. Maerz
Um neun Uhr morgens werde ich abgeholt, um mit einer Gruppe von Israelis die schwimmenden Inseln des Titicacasees zu besichtigen. Die Inseln bestehen aus ca. zwei Meter dickem Schilfgeflecht. Die Bewohner sind Indianer, die sich frueher auf diesen Inseln vor den Inkas in Sicherheit brachten. Vor den Touristen ist jede Flucht zwecklos, deshalb haben sie sich damit arrangiert und empfangen uns froehlich winkend. Auch vor dem Christentum gab's offensichtlich kein Entrinnen: Auf der ersten Inseln, die wir heimsuchen, befindet sich ein simples Holzkonstrukt, auf dessen Stirn sich das Christenkreuz befindet. Ein Blick in die Kapelle bestaetigt die Vermutung, dass hier - wenn auch wohl in einer etwas eigenwilligen Art - Christentum praktiziert wird.
Ich lasse mir fuer zehn Soles ein kleines Tuch mit altindianischen Mustern in bunten Farben andrehen. Auf der Insel lerne ich zwei andere Touristen kennen, Antonella und Roberto, ein italienisches Paerchen, das in Barcelona lebt.
Nach dem Ausflug auf die schwimmenden Inseln gehe ich zurueck in die Stadt, um einen Happen zu essen und Soles in Bolivianos zu wechseln. Um zwei holt mich das Taxi ab, und vom Fahrer lasse ich mir fuer zehn Dollar ein Zimmer in einem Hotel in Copacabana andrehen. Der Prospekt sieht gut aus, und ich denke nicht weiter darueber nach. Eine Nacht ist schliesslich keine.
Danach geht die dreieinhalbstuendige Fahrt nach Copacabana los. Der Bus ist eher klein, aber ok. Nach etwa drei Stunden treffen wir am Zoll ein. Das Aus- und Einreiseprozedere ist ziemlich einfach. Ende Nachmittag treffen wir dann in dem herzigen, kleinen Copacabana ein, von wo aus man Ausfluege auf die Isla del Sol unternehmen kann, die Insel, auf der nach der Inka-Mythologie der erste Inka Manco Kapac und seine Mutterfrau (?) vom Sonnengott auf die Erde gebracht wurden.
Das Hotel ist natuerlich nicht ganz so schoen wie im Prospekt, aber die Aussicht auf den See ist tatsaechlich erstklassig. Nur, dass die anderen Busfahrer nur sieben Dollar bezahlen - die drei Dollar Differenz sind in die Tasche des Taxifahrers gewandert.
Abends setze ich mich in ein Restaurant, wo ich zwei Argentinier aus dem Bus treffe. Spaeter gehen wir gemeinsam in eine Bar, um ein wenig zu plaudern, einige Bierchen zu schletzen und Texas Hold'em zu spielen. Gegen Mitternacht geht's ins Bett.
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Mittwoch, 12. März 2008
Zum Titicacasee
Samstag, 8. Maerz
Nach einem kurzen Fruehstueckshappen lasse ich mich per Taxi zum Busterminal chauffieren. Dort stelle ich fest, dass die Firma, die die Quittung ausgestellt hat, hier keine Dependenz besitzt. Ich wende mich an einen Polizisten, der sich aeusserst hilfsbereit zeigt und die betreffende Firma anruft. Die Firma erklaert, sie werde das regeln. Fuenf Minuten spaeter ruft der gute Mann erneut an, worauf die Firma erklaert, sie werde jemand vorbeischicken. Es ist zwanzig vor neun, um neun Uhr soll der Bus fahren. Nun soll man das mit den Abfahrtszeiten hierzulande ja nicht so genau nehmen, also keinen Grund zur Panik. Und tatsaechlich, fuenf Minuten spaeter trifft eine Dame ein, die mir das Busticket ueberreicht. Der Bus fahrt dann so gegen Viertel nach neun ab.
Die siebenstuendige Fahrt nach Puno am Titicacasee ist wunderschoen, eine karge, aber eindrueckliche Landschaft (und im Hintergrund die weissen Gipfel der Anden) ziehen an mir vorbei.
In Puno lasse ich mich ausnahmsweise von einem Taxichauffeur ueberreden, das von ihm empfohlene Hostal zu besichtigen. Ich heisse es gut und schnappe mir das Doppelzimmer fuer ca. acht Dollar. Den Mittag verbringe ich damit, eine Tour fuer morgen am Morgen sowie die Weiterfahrt nach Copacabana in Bolivien morgen Nachmittag zu buchen.
Als ich abends ein Restaurant fuer das Diner suche, erblicke ich ploetzlich die drei Kanadier! Ich geselle mich zu ihnen und wir vereinbaren, uns nach meinem Z Nacht zum Dessert zu treffen. Es wird ein gemuetlicher Abend und alle freuen sich ueber das unerwartete Wiedersehen.
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