Samstag, 8. Maerz
Nach einem kurzen Fruehstueckshappen lasse ich mich per Taxi zum Busterminal chauffieren. Dort stelle ich fest, dass die Firma, die die Quittung ausgestellt hat, hier keine Dependenz besitzt. Ich wende mich an einen Polizisten, der sich aeusserst hilfsbereit zeigt und die betreffende Firma anruft. Die Firma erklaert, sie werde das regeln. Fuenf Minuten spaeter ruft der gute Mann erneut an, worauf die Firma erklaert, sie werde jemand vorbeischicken. Es ist zwanzig vor neun, um neun Uhr soll der Bus fahren. Nun soll man das mit den Abfahrtszeiten hierzulande ja nicht so genau nehmen, also keinen Grund zur Panik. Und tatsaechlich, fuenf Minuten spaeter trifft eine Dame ein, die mir das Busticket ueberreicht. Der Bus fahrt dann so gegen Viertel nach neun ab.
Die siebenstuendige Fahrt nach Puno am Titicacasee ist wunderschoen, eine karge, aber eindrueckliche Landschaft (und im Hintergrund die weissen Gipfel der Anden) ziehen an mir vorbei.
In Puno lasse ich mich ausnahmsweise von einem Taxichauffeur ueberreden, das von ihm empfohlene Hostal zu besichtigen. Ich heisse es gut und schnappe mir das Doppelzimmer fuer ca. acht Dollar. Den Mittag verbringe ich damit, eine Tour fuer morgen am Morgen sowie die Weiterfahrt nach Copacabana in Bolivien morgen Nachmittag zu buchen.
Als ich abends ein Restaurant fuer das Diner suche, erblicke ich ploetzlich die drei Kanadier! Ich geselle mich zu ihnen und wir vereinbaren, uns nach meinem Z Nacht zum Dessert zu treffen. Es wird ein gemuetlicher Abend und alle freuen sich ueber das unerwartete Wiedersehen.
Mittwoch, 12. März 2008
Zum Titicacasee
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Langer Tag, kurze Nacht
Freitag, 7. Maerz
Mit einem Snickers und einem halben Liter Wasser bewaffnet schnappe ich mir den ueberteuerten 6.15 Uhr-Bus nach Machu Picchu. Das Eintrittsbiljee habe ich mir gestern Mittag mit Journi-Rabatt (halber Preis, aber immer noch ueber 20 Stutz) im offiziellen Ticketbuero gekauft.
Es ist noch etwas neblig, aber gerade das macht Machu Picchu umso mystischer. Es ist mehr als verstaendlich, dass die Inkas diesen Ort zu einer Stadt promoviert haben. Mit einer Karte in der Hand erkunde ich den oberen Teil des Gelaendes, bis ich am Tor nach Waynapicchu (dem grossen Felsen auf den Machu Picchu-Bildern) ankomme. Ich bin der 29ste, der den einstuendigen Marsch auf den Felsen auf sich nimmt. Der Pfad ist oft schmal und ungesichert - eine Herausforderung fuer jeden Hoehenaengstler. Einfach nicht herunterschauen...der eggligste Teil ist eine kurze Strecke, die nur etwa zwei Meter breit ist, und auf der rechten Seite geht's hunderte Meter s Loch duerab. Der Felswand entlang schmiege ich mich hoch.
Pflaetternass oben angekommen wird mir rasch klar, dass sich der Aufstieg gelohnt hat, denn der Blick auf die umliegenden, eigenartig geformten Felshuegel sowie auf das weit unten erstrahlende Machu Picchu ist gewaltig, eindruecklich, hammermaessig, fantastisch - welche Superlative einem auch immer einfallen. Die Wolken haben sich inzwischen weitgehend verzogen. Der Gipfel von Wayna Picchu besteht aus grossen Felsbloecken, auf denen sich die Aufsteiger verschwitzt aber gluecklich ausruhen.
Nach etwa einer halben Stunde auf der Spitze von Wayna Picchu wage ich mich an den Abstieg, der nicht minder waghalsig ist. Ich gehe es gemaechlich an und begegne zahlreichen Aufsteigern.
Zurueck in Machu Picchu erkunde ich den Rest des Gelaendes. Puenktlich als ich fertig bin beginnt es zu regnen. Hoechste Zeit also, nach Aguas Calientes zurueckzukehren.
Inzwischen zeigt meine Handy-Uhr 12.15 Uhr an. Zuerst gehe ich zum Bahnhof, um meine Zugfahrt vorzuverschieben, neue Abfahrt um 15.30 Uhr.
Danach moechte ich in einer Pizzeria ich einen Happen essen und treffe auf zwei andere Wayna Picchu-Aufsteiger. Mit einen plaudere ich eine Weile, waehrend ich eine kleine Pizza verdruecke.
Nach einer laengeren Internet-Session ist es dann schon Zeit, zum Bahnhof zu gehen. Die Rueckfahrt findet in einem Panorama-Zug statt. Einige Nickerchen unterbrechen den Genuss des Panoramas. In einem Dorf huepfen einige Passagiere aus dem Zug, um auf den Bus umzusteigen. Dieser legt die restliche Strecke nach Cusco etwa fuenf mal schneller zurueck als der Zug.
In Cusco schnappe ich mir ein Taxi zum Loki-Hostel, wo ich mich diesmal in einem Fuenferdorm einquartiere. Ruhiger als im 10er-Dorm wird es nachts nicht werden. Mehr dazu spaeter.
Zum Z Nacht gibt es Barbecue. Um 22.30 Uhr habe ich mich mit Tom, dem Englaender, den ich in Lima kennengelernt hatte, verabredet. Er ist vorzeitig nach Cusco gefahren, waehrend die Kanadier sich am Titicacasee vergnuegen.
Gemuetliche zwei Stunden kippe ich mit Tom einige Bierchen (u.a. zur Feier meiner ueberwundenen Erkaeltung), und wir plaudern ueber alles moegliche. Ich bin aber ziemlich uff de Moescht und verabschiede mich gegen halb eins in Richtung Bett.
Wie gsait, dass es weniger Leute im Dorm hat, heisst nicht, dass man zu mehr Schlaf kommt. Irgendwann nachts wache ich auf, und zweierlei Geraeusche halten mich vom Schlafen ab: Einer schnarcht, waehrend ein anderer sich ein Miisli geangelt hat. Diese stoehnt ob der Kuenste ihres Bettgenossen drauflos, als gaebe es keine Zimmergenossen. Was fuer ein Geraeusche-Chor. Zwischen den Fummeleien und dem Geschnarch durch begebe ich mich auf die Toilette, was den Geraeuschpegel kurzzeitig sinken laesst. Kaum habe ich mich wieder hingelegt, setzen sich die Begleitgeraeusche zwischengeschlechtlicher Freuden sowie der Rachenlaerm des zu seinem Glueck schlafenden Zimmergenossen fort. Audio-Voyeurismus unfreiwilliger Art. Vielleicht finde ich morgen im Bus etwas mehr Schlaf.
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E gmietlige Daag
Donnerstag, 6. Maerz
Im Hostal haue ich ein Broetchen und einen Tee rein, dann geht's in Richtung Bahnhof San Pedro. Die Zugfahrt nach Aguas Calientes dauert ca. zwei Stunden. Unterwegs begegnen mir aus der Ferne schon einige Inka-Ruinen.
Aguas Calientes ist halb so schlimm, wie es der Lonely Planet beschreibt. Eigentlich ist es ganz herzig. Zuerst einmal mache ich mich schlau ueber die Bushaltestelle fuer die Fahrt nach Machu Picchu, dann suche ich mir ein Hostal. Anschliessend setze ich mich in ein Kaffee und treffe dort Ryan aus Kalifornien, den ich aus dem Loki-Hostel in Cusco kenne. Wir plaudern eine Weile, dann ziehe ich weiter in Richtung Internet-Cafe.
Mittags schnappe ich mir meine Badehosen und lehne zurueck im heissen Wasser des Thermalbads.
Abends goenne ich mir ein leckeres Z Nacht mit einem Glaesschen Roten, bis ich dann bereits gegen halb neun ins Hostal zurueckkehre. Ich stelle den Wecker auf halb sechs und lese noch ein wenig.
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Montag, 10. März 2008
Erkaeltung III
Mittwoch, 5. Maerz
Es geht schon etwas besser, aber ich bin immer noch ziemlich angeschlagen. Das heutige Fussballspiel werde ich auf jeden Fall sausen lassen. Mittags treffe ich mich im "Muse" mit zwei Amerikanerinnen, die ich in der Oase "Huacachina" kennengelernt hatte. Wir plaudern eine Weile, dann kehre ich erschoepft in Richtung Hostal zurueck. Unterwegs kaufe ich mir noch ein Busticket fuer die Weiterreise nach Puno am kommenden Samstag.
Nach dem Z Nacht im Loki und ein wenig plaudern mit einem hollaendischen Paar aus Delft, die eine Reise von Patagonien in die Antarktis gewonnen haben, lege ich mich frueh ins Bett. Morgen stehe ich um halb sechs auf, um den Zug nach Aguas Calientes zu erwischen.
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Erkaeltung II
Dienstag, 4. Maerz
Die Erkaeltung hat an Terrain gewonnen. Heute laeuft gar nichts, ausser im "Muse" lesen, Tee trinken , Gitarre spielen und schlafen. Trotz den drei Schwedinnen, die irgendwann schreiend in den Dorm hineintorkeln. Oder der Tussi, die ihre Kollegin sucht, welche sich offensichtlich in einem unbekannten Dorm in das Bett einer anderen alkoholisierten Person verirrt hat.
Heute Abend schlottere ich regelrecht und packe mich mit zahlreichen Schichten ein, bis ich endlich warm habe. Das Hostel verfuegt leider ueber keine Heizung...
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Erkaeltung I
Montag, 3. Maerz
Ich fuehle mich immer noch nicht wirklich fit, erscheine aber um 08.30 Uhr beim Stadion. Von dort aus schicken sie mich zu einem anderen Stadion, von wo aus sie mich wieder zum Ausgangsstadion zurueckschicken. Jaja, ich kenne die hiesigen Sitten ja langsam.
Beim Stadion stehen einige Journalisten und interviewen die Spieler von Cienciano, die vom Training kommen. Die freundlichen Journis erklaeren mir, ich muesse warten, bis die verantwortliche Person aus dem Stadion komme. So warte ich eine Stunde lang, bis man mir erklaert, die verantwortliche Person sei nicht da. Immerhin gibt mir ein freundlicher TV-Journi die Handynummer der fuer die Akkreditierung verantwortlichen Person.
Ich wechsle das Hostal und checke bei Loki ein. In einem 10er-Dorm erhalte ich ein Bett und will mich erstmal hinlegen. Da kommt eine Englaender-Schrulle und meint, dies sei ihr Bett. Mir macht es aber auch nicht viel aus, das obere Bett zu nehmen. Dann lege ich mich halt dort hin. Inzwischen habe ich festgestellt, dass mich eine Erkaeltung erwischt hat. Ich fuehle mich schwach. Trotzdem gehe ich in mein Stammlokal "Muse" und lese dort in meinem Buch. Danach fahre ich zum Bahnhof, um fuer den Donnerstag eine Fahrt nach Aguas Calientes zu buchen, um am Freitag Morgen frueh Machu Picchu zu besuchen. Die Rueckfahrt findet dann Freitag Nachmittag statt.
Nach einem Z Nacht im Loki gehe ich frueh zu Bett. Schlafen ist in diesem Hostal gar nicht einfach, da die Mehrheit der Gaeste ausschliessich wegen dem Partymachen da ist. Tja, schlechtes Timing.
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Die Quittung
Sonntag, 2. Maerz
Man soll ja nicht zuviel trinken, wenn man sich in Hoehen wie Cusco befindet. Die Quittung kommt dann am naechsten Tag: Kater. Und lesen im "Muse". Z Nacht im "Chez Maggy". Dann frueh ins Bett.
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Mit Muse
Samstag, 1. Maerz
Um 6.00 morgens lasse ich mich ueberteuert zum Hostal Loki fahren, das leider voll ist. Ich habe keine Lust, lange zu suchen und quartiere mich nicht weit entfernt im von einer Hollaenderin gefuehrten Hotel Niños ein. Im gemuetlichen aber kuehlen Zimmer lege ich mich erstmal schlafen.
Um 12.15 wache ich auf. Mein magen knurrt, und ich folge dem Lonely Planet ins Cafe "Muse" am Plaza San Blas, nachdem mir das Heidi-Restaurant (nicht so bieder, wie es klingt) nach 12.00 Uhr das Fruehstueck verweigert. MUSE ist aber ein fantastisches Cafe, ebenso ist das Fruehstueck. Ich lerne eine Englaenderin und einen Australier kennen, mit denen ich eine Weile plaudere. Dann verabschiede ich mich und fahre zum Stadion des lokalen Fussballclubs Cienciano, der in der obersten peruanischen Liga spielt. Aus offensichtlich unzuverlaessigen Quellen hatte ich erfahren, dass diesen Mittwoch ein Spiel des Copa de Libertadores (Champions League à la Suedamerika) zwischen Cienciano und Flamengo Rio de Janeiro stattfinden werde. Der Abwart verneint dies, troestet aber damit, dass am genannten Tag ein Spiel gegen Unversitario de Lima stattfindet. Freundlicherweise zeigt mir der Abwart das Stadion, das ganz passabel aussieht. Und auf den Rasen wuerde jeder europaeische Club neidisch sein. Fuer Rasenpflege sollte der Joggeli-Wart mal in Cusco vorbeischauen und um einen Workshop bitten.
Der Abwart raet mir, am Montag Morgen zwischen acht und neun wieder aufzukreuzen, um mich fuer das Spiel (ja, mit dem sagenumwobenen Presseausweis) einzuschreiben. Ich plane, einen Beitrag ueber die nahezu religioese Zeremonie von Fussball in Suedamerika zu schreiben und anschliessend gen Schweiz zu mailen. Schaun mr mal.
Abends schlendere ich ein wenig herum, bis ich ein geeignetes Restaurant finde. Dort sitzt auch Christian, ein Deutscher Backpacker. Wir kommen ins Gespraech und beschliessen, spaeter gemeinsam in Cuscos Nachtleben einzutauchen.
Nach einem Kaffee im renommierten "Jack´s" gehen wir in die etwas schwul aber gemuetlich eingerichtete Bar "Fallen Angel", wo wir uns je drei White Russians genehmigen. Danach gehen wir ins Hostel "Point", in das ich mich problemlos reinschmuggeln kann. Dort setzen wir die Trinkete an der Bar mit Bier fort, bis um 01.00 Uhr die ganze Meute aus dem Hostal in Richtung des Clubs "Up Town" stroemt. Dort entere ich die Tanzflaeche und...der Gentleman geniesst und schweigt.
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Samstag, 8. März 2008
S Gfroehrli
Freitag, 28. Februar
Waehrend dem Fruehstueck beschliessen wir, nachmittags das Museum mit der beruehmten "Juanita" (gefrorene Leiche eines jungen Maedchens, das von den Incas geopfert wurde) zu besichtigen. Vorher kummern die andern sich um ihre Tour, waehrend ich erneut auf die Suche nach einem Langarmlyybli gehe - diesmal erfolgreich. Danach treffen wir wieder fuer den Lunch auf der Dachterrasse eines kolonialen Gebaeudes an Plaza de Armas.
Nach gemuetlichem Lunch besuchen wir das Museum. Der Guide erzaehlt uns Interessantes ueber die Inkakultur und "Juanita", die erst 1995 entdeckt wurde. Die Inkas hatten sie mit Alkohol betaeubt und ihr dann den Schaedel eingeschlagen. Anschliessend bestattete man sie rituell hoch oben in den Bergen, in der Naehe eines Vulkans. Der Ausbruch dessen war der Grund, warum die Inkas das junge Maedchen (ca. 13 Jahre) opferten: Man wollte die zornigen Goetter beschwichtigen. Weiter unten am selben Berg tauchten zwei weitere Kinderleichen auf, die womoeglich mit "Juanita" Opfer der Opferung wurden.
Wie der Guide erzaehlt, bekommen wir heute "Juanita" leider nicht zu Gesicht, da sie sich in der Wartung befindet, dafuer eines der zwei weiteren Opfer. Die Leiche ist auesserst gut erhalten, ein gruselig-interessanter Anblick.
Der Guide erklaert, dass vermutlich ein Erdbeben die Leichen zutage gefoerdert hat. Wieviele da wohl noch rumfrieren?
Nach dem Museumsbesuch kehren wir alsbald ins Hostal zurueck. Dave geht es inzwischen ziemlich mies, er legt sich schlafen. Turteltauebchen Tom und Tara gehen spazieren, Steve liest ein Buch. Ich spiele ein wenig Gitarre und gehe danach in die Stadt zurueck, um rasch Z Nacht zu essen, wobei ich zwei Hollaenderinnnen kennenlerne. Ich bin aber etwas in Eile, denn in einer Stunde geht mein Bus nach Cusco.
Zurueck im Hostal verabschiede ich mich herzlich von den anderen, dann nehme ich ein Taxi zum Busterminal. Der Bus ist ganz schick. Am Terminal lerne ich ein paar Amis kennen und plaudere ein wenig mit ihnen, bis ich versuche, zu schlafen. Ich mache diese Nacht aber kaum ein Auge zu.
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Auf der Hoehe
Donnerstag, 27. Februar
In Arequipa angekommen, beziehen wir ein 5er-Schlag im Hostal "Home Sweet Home". Wir legen uns erst mal hin, um uns von der Busreise auszuruhen. Nachmittags schlendern wir in der sehr huebschen Stadt herum. Dave und Tom haben offensichtlich Probleme mit dem Hoehenunterschied und wollen es ruhig angehen. Waehrend die anderen vier einen Trek in den Canyons buchen wollen, mache ich mich auf die Suche nach einem Langarm-Lyybli, denn meine beiden sind verloren gegangen: Eins vergessen, eins hat eine Lavanderia entwendet (und ich hab´s zu spaet bemerkt).
Im Hostel treffen wir Maricarmen und Patrick wieder, die von Ica aus noch nach Pisco gegangen waren. Mit ihnen dinieren wir auf der Dachterrasse eines Restaurants in einem idyllischen Gaesschen im Stadtzentrum. Etwas kuehl, aber gemuetlich. Eher frueh als spaet kehren wir ins Hostal zurueck.
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Mittwoch, 5. März 2008
Mit der Masse
Mittwoch, 26. Februar
Waehrend alles noch schlaeft, gehe ich um 9.30 Uhr nach Ica zur Bank. Dort treffe ich um 9.40 Uhr ein und erklaere mein erneutes Anliegen. Um zwanzig nach zehn halte ich meine Maestro-Karte dann wieder in den Haenden. Gut Ding will Weile haben...
Fuer zehn Uhr abends haben wir einen Nachtbus nach Arequipa gebucht. Den Nachmittag verbringen wir mit Planschen im Pool und aehnlich anstrengenden Aktivitaeten.
Zum Z Nacht muss ich mich der Masse fuegen und in einem von Neonlampen beleuchteten Restaurant dinieren. Ich haaaaaassssssssssseeeee Neonlicht, vor allem in Restaurants. Den anderen wurde dieses Restaurant von einem Taxichauffeur empfohlen. Na ja, sie reisen ja auch erst seit einer Woche und wissen die Empfehlungen noch nicht einzuordnen.
Der Bus nach Arequipa ist ganz ok, ich komme sogar zu zahlreichen Stunden Schlaf.
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Duenenspass
Dienstag, 25. Februar
Nach dem Fruehstueck gehen wir in die Stadt Ica, um mit Tom auf dem Polizeiposten eine Anzeige zu machen. Auch wenn das Inventar des Postens sich nicht auf europaeischem Niveau befindet: Die Atmosphaere ist genau gleich wie in einer Polizeizentrale in der Basler Vorstadt. Nach rekordverdaechtigen dreissig Minuten ist die Anzeige im Kasten. Wenn es nicht als Bestechungsgeld erscheinen wuerde, haette ich den Beamten gerne mit einem ordentlichen Trinkgeld belohnt.
Anschliessend geht's zur Bank, wo mir am Geldautomaten die erste Unvorsichtigkeit dieser Reise zustoesst: Ich vergesse die Maestro-Karte im Schlitz. Es ist halt nicht wie in der Schweiz - hier kommt zuerst das Geld und dann irgendwann viel spaeter die Karte. Keine zehn Minuten spaeter bemerke ich den Webstuebler und frage am Schalter nach meiner Karte, die der Automat vermutlich geschluckt hat. Die nette Dame erklaert mir, dass der Mann mit dem Schluessel leider erst Ende Nachmittag wieder da ist. Da wir um vier die Buggy-Tour in den Duenen gebucht haben, werde ich halt morgen zurueckkommen.
Anschliessend kehren wir in die Oase zurueck, und puenktlich um halb fuenf geht die vier Uhr-Tour mit dem Buggy los. Im Gepaeckraum: Sandboards, die aehnlich wie Snowboards aussehen, aber keine Kanten haben.
Die Buggy-Tour bzw. das Sandboarden in den riesigen Sandduenen wird ein Riesengaudi. Die Aussicht ist gewaltig, man fuehlt sich zuweilen wie in der Sahara. Sandboarden im Stehen erweist sich als schwierig, da man keine Kanten geben kann. Im Liegen macht's aber ebensoviel Spass.
Nach zwei Stunden Duenenspass kehren wir zum Hostel zurueck. Bald darauf geht's wieder ins selbe Restaurant, um ein leckeres Diner einzunehmen. Danach gibt's ein paar Bierchen mit Gitarrenklaengen.
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Dienstag, 4. März 2008
Die Oase
Montag, 24. Februar
Inzwischen haben sich noch drei weitere Leute unserer Suedreise-Gruppe angeschlossen, nun sind wir zu acht. Nach dem Fruehstueck schnappen wir zwei Taxis und lassen uns zum "Mexico"-Terminal fahren. Um zehn nach eins faehrt der Bus nach Ica. Mit von der Partie: Dave, Tara und Stephen aus Kanada, Tom aus England, Luke aus Australien, Maricarmen aus Lima und Patrick aus Holland. Unser eigentliches Ziel ist "Huacachina", eine kleine Duenenoase gleich neben Ica.
Waehrend der Busfahrt kauft Tom sich eine Flasche Wasser von einer der Verkaeuferinnen, die in Peru ueblicherweise kurze Zeit einsteigen, um Nahrungsmittel zu verkaufen. Unvorsichtigerweise steckt Tom seinen Geld-Guertel vor den Augen saemtlicher Mitfahrer in seinen Rucksack, der ueber ihm in der Gepaeckablage liegt. Die Quittung kommt am Ende der Fahrt: Der Geldguertel mit Pass ist gestohlen worden. Scheisse.
Wir lassen uns die Laune aber nicht verderben und checken in Huacachina in einem eleganten Hostel mit Bar und Swimmingpool ein - eine echte Wuestenperle. In einem Restaurant nur einen Steinwurf entfernt gibt´s ein herrliches Z Nacht. Den Rest des Abends gehen wir eher ruhig an und lehnen am Pool bzw. bei den Haengematten zurueck. Der Plan fuer morgen: Per Buggy in die Duenen fahren und Sandboarden!
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Ein Trip nach San Francisco
Sonntag, 23. Februar
Nach einem ausgebreiteten Fruechstueck und einigen Ping Pong-Games im Hostal-Garten fahren wir fuer einen kulturellen Ausflug ins Stadtzentrum. Ziel ist die Kirche von San Francisco, die im 16. Jahrhundert gebaut wurde. Der Besuch entpuppt sich als eine der eindruecklichsten Besichtigungen meiner bisherigen Reise. Die Bibliothek sieht aus, als wuerden gleich fruehneuzeitliche, zahnlueckige Moenche mit schwarzen Kapuzen hereinkommen, um sich den lateinischen Buechern zu widmen. Der gesamte Rundgang ist ein Eintauchen in die Kolonial-und Missionarsgeschichte. In der Krypta des Gebauedes befinden sich die knochigen Ueberreste von 30'000 Moenchen und reichen Buergern, die sich gegen eine grosszuegige Spende (nach ihrem Ableben) im Gotteshaus bestatten lassen konnten. Die Knochen und Schaedel liegen in steinernen Behaeltern aufgetuermt, schon etwas gruselig.
Sehr schade, dass die Behoerden kaum Geld in dieses historische Denkmal von San Francisco investieren und zahlreiche Buecher und Bilder (die aeltesten aus dem 16. Jahrhundert!) untemperiert gelagert werden.
Nach dem eindruecklichen Besuch fahren Tom und ich zum beruehmten schwarzen Markt von Lima, wo ich mich mit einigen Fussballleibchen eindecke. Abends dinieren wir dann auf einer Dachterrasse mit Aussicht ueber die Kueste von Lima. Wow!
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Montag, 3. März 2008
Ein Tag am Meer
Samstag, 22. Februar
Nach einem laengeren Erholungsschlaf von der vergangenen Nacht schmiede ich mit den Kanadiern Plaene, um am Montag in Richtung Sueden weiterzureisen. Spaeter klinkt sich auch Tom,, der Englaender ein, der seine Reiseplaene aendert, weil er es auf Tara, die Kanadierin abgesehen hat (was ihm nicht zu verdenken ist).
Nachmittags fahren wir an einen der besseren Straende Limas, um ein wenig zu planschen und zu relaxen. Der Strand befindet sich im Bereich eines Privatresorts. Auf dem Strand findet gerade ein Beach-Rugbyturnier statt. Ein Fernsehteam stuerzt sich auf mich fuer ein Interview, was im Spenglischen (Englisch-Spanisch-Mix) gefuehrt und recht lustig wird.
Wie gsait, da sich der Strand innerhalb eines Privatresorts befindet, hat es keine Taxis. Netterweise faehrt uns die Sandwichverkaeuferin des Rugby-Turniers nach Barranco zurueck.
Abends spielen wir noch ein bisschen Karten, zwecks Erhohlung von vergangener Nacht huepfe ich alsbald ins Bett.
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Zurueck in den Flip Flops
Donnerstag, 21. Februar
Beim Fruehstueck lerne ich Tara, Dave und Stephen aus Kanada, John aus Idaho und Tom aus England kennen. Wir plaudern eine Weile und beschliessen, abends gemeinsam dinieren zu gehen. Weitere Bekanntschaften im Hostel sind Godelieve und Josien (zwei Maedels aus Holland) sowie Raymond und Tarek, ebenfalls aus Holland.
Nachmittags geniesse ich die Sonne bzw. die langersehnten Flip Flop Temperaturen (der Bindestrich fehlt, da ich ihn auf dieser Tastatur im Loki Hostel Cusco leider nicht orten kann).
Abends gehe ich mit den Kanadiern, Tom und Paul (einem Polnischen Regisseur der aussieht wie Axl Rose) in eine vom Lonely Planet empfohlene Pizzeria. Abends gibt's einige Pokerrunden Texas Hold'em, die ich alle gewinne und somit die jeweils fuenf Soles (ca. 1.80 chf)einstreiche. Der olympische Gedanke zaehlt. Anschliessend geht's gegen ein Uhr morgens in Richtung Nachtleben, denn Barranco ist die Nachtlebenmeile Limas. Vamos a bailar!
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Samstag, 1. März 2008
Zurueck in Lima
Mittwoch, 20. Februar
Die Fahrt von Huaraz nach Lima ist schon, aus den Bergen heraus in die Wuestenlandschaft hinein. Gegen halb sechs kommen wir in Lima an. Leider habe ich heute etwas gar wenig getrunken - ein Dehydrations-Kopfweh macht sich bemerkbar, und dieses wird bis morgen anhalten.
Diesmal will ich in ein anderes Hostel als beim letzten Lima-Besuch und versuche es im "Casa de Mochilero" in Miraflores. Es spricht mich nicht an, also fahre ich weiter ins Barranco-Quartier. Im "Hostel Point" empfaengt mich Frans, der hollaendische Manager. Es hat nur Dorm-Betten. Eigentlich wollte ich ein Einzelzimmer, aber tant pis. Ich habe ordentlich Kopfschmerzen und keine Lust, weiterzusuchen. Ich erhalte ein Bett im Zimmer "Little England".
Das Hostel ist ziemlich stark bevoelkert. An diesem Abend mache ich keine grossen Spruenge mehr. Nach einem Teller Spaghetti gucke ich mir mit ein paar anderen Hostel-Genossen "Million Dollar Baby" an, bevor ich mich ins kleine England zurueckziehe.
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Ausgestreikt
Dienstag, 19. Februar
Ein weiterer Tag ohne grosse Vorkommnisse, ausser dass wir fuer morgen um 9.00 Uhr eine Busfahrt nach Lima buchen. Der Streik scheint heute Abend vorbei zu sein. Wir erfahren, dass es sogar Angriffe von Demonstranten auf Busse gegeben habe. Hei, sind wir froh, dass wir in Huaraz geblieben sind. Stefan freut sich, dass er morgen endlich seinen Hike starten kann.
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Tranquilo
Montag, 18. Februar
Stefan moechte zu einem viertaegigen Hike in die Berge aufbrechen, aber aufgrund eines Streiks in grossen Teilen Perus fahren keine Busse, und somit kehrt er unverrichteter Dinge ins Hostel zurueck. Linde, Kathrin und ich wollen fuer morgen eine Fahrt nach Lima buchen, was aufgrund besagter Streiks ein Ding der Unmoeglichkeit wird. Dann bleiben wir halt in Huaraz und lassen es uns gut gehen. Zum Beispiel im "Bistro", einem Restaurant mit hervorragender Kueche.
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Buntes Treiben
Sonntag, 17. Februar
Das taegliche Wetterprogramm (morgens Sonne, mittags Regen) haelt uns von mehrtaegigen Hikes in den Bergen ab. Zu viert gehen wir zu einem Markt einige Doerfer weiter. Einmal mehr entpuppt sich der Markt als ein buntes Treiben von Mensch, Tier und Gemuese. Wir beschliessen, das z Nacht selbst in die Hand zu nehmen. Der Deal: Die anderen kochen, waehrend ich dieses Prozedere musikalisch untermale. Gebongt.
Nach der Rueckkehr nach Huaraz ziehen wir in unterschiedliche Richtungen, ich setze mich in ein gemuetliches Cafe und ackere mich in meinem Buch zahlreiche Seiten vor. Abends kochen Linde, Kathrin und Stefan Spaghetti mit Thunfischsauce, waehrend ich einige Songs zum besten gebe. Nicht allzu spaet packe ich mich unter die Lamadecken ins Bett.
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