Mittwoch, 9. April
Gestern nach der Weintour hatte ich mir beim Busterminal ein Ticket nach Bariloche gekauft, eine 20-stuendige Busfahrt in die wunderbare Berg- und Seeenlandschaft Nordpatagoniens.
Der Bus faehrt heute Abend um 21.30 Uhr, bis dahin verbringe ich den Nachmittag mit kaeffelen mit Rich und Ivana, dem Besuch eines Modern Art-Museums am riesigen Plaza (dort treffe ich Yosh und Hanna, die ich in La Paz kennengelernt hatte) de Independiente sowie dem Bloggen im Internetcafe. Abends kehren Rich, Ivana und ich zum Abschiedsessen ins Restaurant von vorgestern Abend ein, wo reichlich Fleisch verzehrt wird, welchen wir mit leckeren Tropfen Rotwein herunterspuelen.
Gegen Viertel vor neun verabschieden wir uns, und ich gehe zum Hostal, um meine Sachen zu holen. Draussen an der Hostal-Tuere stelle ich meinen grossen Rucksack und die Gitarre hin, um noch schnell auf die Toilette zu huschen (zusammen mit meinem kleinen Rucksack).
Als ich keine halbe Minute spaeter zurueckkehre, ist der grosse Rucksack verschwunden bzw. gestohlen. Tja. Schade um die Souvenirs und Fuessballlyybli. Zum Glueck hatte ich meine Wertsachen wie immer bei mir und nicht im grossen Schweren.
Der Taxifahrer wartet, um mich zum Busterminal zu bringen, aber ohne warme Kleidung macht es keinen Sinn, ins kuehle Bariloche zu fahren. Zudem benoetige ich eine polizeiliche Anzeige, um bei der Versicherung anklopfen zu koennen.
Das Hostal ist vom Diebstahl schockiert, da die Hosteltuere nicht direkt an der Strasse, sondern im Bereich der hauseigenen Bar liegt und niemand interveniert hat. Man offeriert mir eine Gratis-Nacht, um mich neu zu ordnen.
Dann holen mich die Cops ab, um auf dem Posten eine Anzeige zu erstellen. Ein Hostal-Bar-Mitarbeiter begleitet mich, um etwaige sprachliche Schwierigkeiten zu beseitigen.
Die Atmosphaere auf dem Posten ist sehr geloest, und ich bin nach wie vor guter Laune. Der Verlust, vor allem der Fussballlyybli, tut schon etwas weh, aber letztlich sind es nur Kleider (und Souvenirs).
Auf dem Posten frage ich die Cops, ob sie mir eines der schwarzen T-Shirts mit dem Polizeisignet verkaufen. Der eine waere bereit, aber ein anderer interveniert, man habe ohnehin zu wenig Kleidung zur Verfuegung. Das blaue Kaeppi mit dem Button der argentinischen Flagge waere auch zu teuer.
Nach rund drei Stunden habe ich die Anzeige im Sack. Ein anderer Hostal-Mitarbeiter holt uns ab. Den restlichen Abend geselle ich mich zu anderen Backpackern aus dem Hostal, um einige Bierchen zur Brust zu nehmen. In einer Bar treffe ich auf Daniel, den Rumaenen, den ich in Salta kennengelernt hatte. Wir stossen darauf an, dass ich nichts wirklich wichtiges verloren habe, dann kehre ich ins Hostal zurueck und gehe schlafen. Morgen steht Shopping auf dem Programm, ich benoetige einen neuen grossen Rucksack und Kleider. Dass ich morgen nach Bariloche fahren werde, ist ungewiss.
Dienstag, 22. April 2008
Der infame Diebstahl
Eingestellt von Mike
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